Die letzten Tage waren sehr aufreibend, was das Visum und die erforderlichen Papiere angeht. Alle Papiere von Ämtern müssen beglaubigt werden vom Regierungspräsidium in Arnsberg. Zertifikate und Bescheinigungen müssen vor einem vom Konsulat anerkannten Notar unterzeichnet werden... Man ist sich nie sicher, ob alles vollständig und richtig ist.
Also lassen wir es mit Gebetsunterstützung drauf ankommen.
Heute morgen: Wir werden sehr freundlich von einem brasilianischen Beamten begrüßt. Unser Begleiter Werner, ein ehemaliger Brasilienmissionar, kann natürlich brasilianisch und die Atmosphäre ist gleich locker und gut. Als wir am Schalter nach 5 Minuten Wartezeit unsere Papiere abgeben, begrüsst Werner eine alte Bekannte unter dem Konsulatspersonal. Er kennt sie von vielen vorhergehenden Vorgängen. Eine junge Frau bedient uns und nimmt die Papiere entgegen. Mittendrin fragt sie Werner, ob er "der" Werner sei, der ihre Eltern in Brasilien in der Gemeinde längere Zeit begleitet hat. Nach kurzem Überlegen stellt sich heraus, daß es tatsächlich so ist, und Werner die junge Frau wohl als Kind schon gekannt hat. Ihre Eltern leben jetzt in Frankfurt und gehen dort in eine brasilianische Gemeinde!
Nach Prüfung der Dokumente kommt noch eine kurze Schrecksekunde weil ich auf Elkes Antrag ein Datum aus dem Pass falsch angegeben habe. Korrekturen am Antrag sind nicht erlaubt aber ich kann an Ort und Stelle ein neues Formular per Hand ausfüllen. Das mache ich dann natürlich gerne.
Jetzt fehlt noch eine Bescheinigung aus Brasilien, die aber per Fax direkt ans Konsulat geschickt werden kann und wir können, soweit die junge Frau am Schalter, nächsten Freitag schon unsere Visa abholen. (gerade erfahren wir, daß das Formular schon beim Konsulat vorliegt, unser Leiter in Brasilien war superschnell!)
Das Ganze war mal wieder Gottes Massarbeit! Wir haben gemerkt, daß Gottes Familie sehr groß ist und wir als Christen überall in vorbereitete Verhältnisse kommen.
Vielen Dank für Eure Gebete, sie wurden erhört!